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Gut Pfad!

Bolivienausstausch 2011/2012

Donnerstag, 1. November 2012

wuerm-amper-potosiSeit 25 Jahren schon pflegt unser Bezirk Würm-Amper mit dem Distrito Potosí in Bolivien eine Partnerschaft. Diese sieht vor, dass im Drei-Jahres-Turnus Austausche zwischen den beiden Bezirken stattfinden.

Im Jahr 2011 fuhren wir drei – Bettina Steiner, Martin Bamberger und Caroline Schuon – aus Puchheim zusammen mit acht anderen Pfadfindern (19 bis 31 Jahre alt) aus unserem Bezirk nach Bolivien.

Ein Jahr lang bereiteten wir uns auf die Fahrt vor. Neben organisatorischen Dingen wie Flüge buchen, Versicherungen abschließen und impfen lassen, lernten wir vor allem Spanisch – denn in Bolivien spricht kaum jemand Englisch, geschweige denn Deutsch.

Ende August 2011 war es dann soweit und wir machten uns auf den Weg nach Potosí, wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden. Zwei Wochen durften wir bei Familien in Potosí wohnen. Von dort aus unternahmen wir einige Ausflüge, wie in die Salzwüste Salar de Uyuni, Wanderungen durch die Anden und einen Besuch in den Silberminen von Potosí. Wir führten ein soziales Projekt mit Kindern in einem Waisenhaus sowie ein Ramadama durch, veranstalteten ein gemeinsames Zeltlager mit den bolivianischen Pfadfindern, bzw. machten beim Chutillos (Tanz-Umzug) mit. …

Danach schauten wir uns noch den Rest des Landes an: die Hauptstadt La Paz, den Titicacasee, mit Radl stürzten wir uns die gefährlichste Straße der Welt hinunter, machten den Dschungel unsicher und erlebten sogar noch eine Straßenblockade mit.

Nach 4 Wochen kamen wir mit einer Menge toller Erlebnisse, unzähligen Fotos und vor allem vielen neuen Freunden im Herzen nach Hause. Es war für uns alle eine tolle Erfahrung, die uns ein Leben lang begleiten wird.

 

Im Sommer 2012 gab es dann ein großes Wiedersehen, denn die bolivianische Delegation besuchte uns vier Wochen in Deutschland:

Am 03.09. nahmen wir neun bolivianische Pfadfinder aus Potosi vormittags am Flughafen in Hamburg wohlbehalten in Empfang. Bis zum 06.09. besichtigten wir mit ihnen die Stadt und machten auch einen Ausflug ins Wattenmeer bei Büsum, was sie sehr beeindruckte. Am 06.09. fuhren wir dann alle gemeinsam mit dem ICE (für viele ein echtes Erlebnis!) nach München und brachten sie dort bzw. bei uns in Puchheim in unseren Gastfamilien unter. In den folgenden Wochen wartete ein volles Sightseeing-Programm auf die Bolivianer, von dem nur einige „Highlights“ erwähnt werden können: Zuerst eine Stadtbesichtigung von München, dann ein verlängertes Hüttenwochenende am Rauschberg bei Ruhpolding, ein Bezirkslager-Wochenende  in Mammendorf mit der Übernachtung in Schwarzzelten (die die bolivianischen Pfadfinder gar nicht kannten), sowie Fahrten nach Schloss Neuschwanstein und Salzburg. Wie immer wurden wir auch vom Münchner Bürgermeister empfangen. Außerdem besuchten wir u.a. das Deutsche Museum, das BMW-Werk, die Paulaner- Brauerei und nicht zuletzt ein Bayern-Spiel in der Allianz-Arena, was besonders die Jungs der Delegation begeisterte. Zusätzlich durfte natürlich der Trachtenzug mit dem anschließenden Wiesn-Bummel und Bierzeltbesuch nicht fehlen, bei dem am Ende beinahe einige verloren gingen. Wir hatten für die Bolivianer aber auch die Durchführung von sozialen und ökologischen Projekten geplant, wie z.B. eine ganztägige Biotop-Pflegeaktion im Aubinger Moos oder die Unterstützung der Arbeit der Tafel „Hachinger Tisch“, wo wir – Bolivianer wie Deutsche – viele interessante Eindrücke sammeln konnten.

An den Abenden waren die bolivianischen Gäste oft eingeladen bei den Pfadfinderstämmen im Bezirk – so auch bei uns im Stamm Bison: Wir veranstalteten einen Kegelabend mit einem großen gemeinsamen Essen. Traditionsgemäß gab es zudem einen deutschen sowie einen bolivianischen Abend, der bei uns im Pfarrsaal in Puchheim stattfand. Zum Abschluss der Begegnung lud der Cerro Rico e.V., der Verein zur Förderung und Begleitung der Partnerschaft, die Mitglieder der bolivianischen und deutschen Delegation nach Andechs ein.

Kurz: Die beiden Begegnungen waren eine  abwechslungs- und erlebnisreiche Zeit, ausgefüllt mit einem herzlichen, lebendigen Austausch über alle sprachlichen Barrieren hinweg. Der Abschied am 01.10.12 fiel deshalb allen Beteiligten – besonders den Gastfamilien – sehr schwer. Wir alle hoffen, dass der Kontakt mit „unseren Bolis“ noch  lange erhalten bleibt!

 

(Martin Bamberger/ Caroline Schuon/ Bettina Steiner)

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AAA (Altpapier- und Altkleider- Aktion)

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